Zurück zur Natur

Was ist Mut?Allgemeines

Posted by Harmonie 22 Mar, 2015 09:46:58

Was ist Mut?

Es kommt vor, dass mich Menschen mutig nennen. Mutig, weil ich mein normales Leben aufgegeben habe, mutig, weil ich mich nicht ängstige Wochen allein hier auf dem Berg zu sein und und und.

Das hat mich dazu bewogen in mich hinein zu hören, ob ich mich selbst als mutig empfinde und was es mit dem Mut so auf sich hat!?

Das Gegenteil von Mut, ist allgemein anerkannt die Angst. Also wer mutig ist, hat keine Angst!?

Da ich mich als so gar nicht mutig empfinde, führt mich das zu der Erkenntnis, dass, wenn jemand Dich als mutig bezeichnet, es gar nichts mit Dir zu tun hat, sondern mit ihm selbst und seinen eigenen Ängsten vor etwas.

Ich hatte, seit Kindertagen an, nie Angst in der Natur, oder vor Tieren, sondern eher vor der Stadt und vor Menschen und dem was sie sind fähig zu tun. Tiere waren für mich ehrlicher. Ich vertrat die strikte Meinung, dass kein Tier, in unseren Breitengraden, einen Menschen angreifen wird, ohne vorher zu signalisieren, dass es nicht angefasst werden will, oder man bitte Abstand halten solle. Ein gesundes Tier, wird Dich immer vorwarnen durch Zähne fletschen, Ohren anlegen, etc. bevor es zubeißt, oder nach dir tritt. Menschen hingegen, lächeln Dich an und "beißen" zu.

Meinen Eltern war diese kindliche Einstellung und meine Naturverbundenheit sehr suspekt. Sie sind bis heute die durch und durch überzeugten Stadtmenschen. Meine Mutter ist ein extrem ängstlicher Mensch, in allem und konnte meine Unerschrockenheit und das Fehlen jedweder Angst vor Tieren in keinster Weise nachvollziehen, oder respektieren. Sie versuchte mich zu überzeugen, anders zu denken, Angst zu haben und vorsichtig zu sein, aber ich blieb dabei, dass ich es spüren würde, wenn ein Tier mir "Böses" wollen würde und sah jedes Tier als von Natur aus gutmütig an.

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Es gab für mich einfach kein böses Tier! Ich konnte Hunde streicheln, die als bissig galten, konnte mit Pferden kuscheln, die "garstig" waren. Mein "Freund" war ein ausgewachsener Stier mit einem Nasenring. Er war ein geballtes Muskelpaket. Ich verstand es nicht, dass der Besitzer sich ihm nur mit einer Stange näherte und ihm diese durch den Nasenring trieb, damit er ihn an einen anderen Platz führen konnte, denn es bereitete meinem Stier sichtlich Schmerzen. Wenn ich an seinen Weidezaun kam und ihn rief, egal wie weit er weg war, er hob den Kopf und kam auf mich zu - manchmal auch gerannt. Auch dort verspürte ich keine Angst. Ich hatte ein Urvertrauen in dieses Wesen und wusste, dass er mir nichts tun würde. Bis zu dem Tag, als ich meinen Eltern stolz meinen "Freund" zeigte und ihn herzlich streichelte und knuddelte. Meine Mutter wurde kreidebleich und ergriff sofort den Arm meines Vaters. Sie zogen mich weg und ich erhielt eine Standpauke, wie schrecklich gefährlich so ein Tier sei, dass es durch Zäune brechen könnte, mich umrennen, anfallen, auf die Hörner nehmen, töten, ich weiß nicht mehr, was sie mir alles für Schauergeschichten erzählten. Ausgesprochen wurde auch das Verbot, mich diesem "Monster" wieder zu nähern.

Das ging ein paar Tage gut, aber dann trieb es mich doch wieder zu meinem Stier. Diesmal war die Begegnung anders. Ich hatte mich mit Ängsten impfen lassen. Ein Teil, ich nenne ihn das unschuldige Kind in mir, freute sich auf meinen Freund, der andere rief sich all das wieder in den Kopf, was meine warnenden Eltern gesagt hatten. Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug, als ich um die Hecke bog. Ich begann zu schwitzen und bekam plötzlich Angst, mein Urvertrauen war verschwunden und mein Stier, mein über Wochen "braver" Freund, sah mich, hob den Kopf, witterte mich und senkte den Kopf wieder. Dann fing er an mit dem linken Vorderhuf Erde in die Luft zu schaufeln, so wie ich es aus dem Fernsehen kannte, bevor sie angriffen. Ich lief weg und hab meinen Stier nie wieder gesehen.....

War ich in dieser Episode meines Lebens mutig, ängstlich, feige oder einfach wahnsinnig?

Für meine Mutter war ich außer wahnsinnig, wohl auch mutig, denn sie hatte große Angst vor diesem Tier. Ich hab mich überhaupt nicht mutig gefühlt, denn ich verspürte keine Angst.

Heute denke ich, hätte ich für mich Mut bewiesen, hätte ich mich meinen Ängsten gestellt. Natürlich nicht mit der Angst in mir dem Stier gegenüber treten, diese Erfahrung habe ich gemacht. Tiere spüren Deine Angst und reagieren darauf. Somit hätte ich erst an meinen Ängsten arbeiten müssen und wenn ich dieses Vertrauen in mich wieder gehabt hätte, dann hätte ich ihm gegenüber treten können, ohne dass der Stier mich angegriffen hätte. Dann und erst dann, hätte ich mich sicher als mutig empfunden; aber wäre ich das wirklich gewesen? In dem Moment ist ja gar keine Angst mehr da, also auch kein Mut. Im Grunde ist es ja dann viel mutiger seinen Ängsten zu begegnen und sie abzulegen.

Das Leben reagiert auf alles was du in Dir trägst und so ist es nicht verwunderlich, dass das Leben auf seine ganz eigene Weise, auch auf meine Ängste reagierte. Es ist immer noch so, dass ich die Natur der Stadt vorziehe und mir Tiere immer noch ehrlicher erscheinen als Menschen und da ich nun einen langen Erfahrungsweg hinter mir habe, fühlen sich die äußeren Dinge heute auch ganz anders an als damals. Somit waren die Erfahrungen mit der Stadt und den Menschen sicher weniger schön und doch auch eine Bereicherung, um Erkenntnis über die Zusammenhänge in mir und dem Außen zu bekommen.

Um auf meine anfängliche Frage zurück zu kommen….

„Wer mutig ist, hat keine Angst?“

Für mich war es nicht mutig, dem Stier zu begegnen, denn ich spürte keine Angst. Ich fühlte mich aber auch nicht mutig, als ich ihm mit Angst begegnete - da war ich ängstlich, nicht mutig. Für mich habe ich erkannt, dass ich das Gefühl „Mut“ gar nicht kenne!! Hat einer von Euch schon einmal „Mut“ gefühlt? Also ich nicht. Ich weiß wie sich Freude anfühlt, Trauer, Wut und Traurigkeit, aber Mut!? Für mich gibt es „Angst haben“ und „frei von Angst sein“. Somit kann nur ein anderer über mich sagen: „Du bist mutig!“ aber auch nur, weil es dann doch wieder um Ängste geht – seine eigenen – aber fühlen kann auch er es nicht, mutig zu sein.

Als Fazit: Für mich existiert kein Mut, nur als Wort, nicht als Gefühl, oder Seinszustand. Mutig bist Du nur für Andere und es hat nie etwas mit Dir selbst zu tun, sondern nur mit den Ängsten deines Gegenübers!

Meine Lebensaufgabe ist es, zu den Ursprüngen des kindlichen Vertrauens zurück zu finden, die ich damals als Wissen in mir hatte, weil die Welt dann einfach freundlicher zurück lächelt und wärmer ist.

Mutig ist es für mich, sich seinen Ängsten zu stellen!

Alles Liebe
Harmonie

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Einfach mal floaten...Entspannung

Posted by Harmonie 22 Mar, 2015 09:41:05

Nein, gleich zu Anfang, der Bericht ist nicht von mir, sondern von Steven Black! smiley

Ich habe ihn auf seinem Blog gefunden und finde ihn sehr interessant. Vielleicht regt es jemanden an, in der eigenen Umgebung zu schauen, ob es dort ebenfalls eine Floatwanne gibt und dies auch einmal zu erleben!?

GESCHRIEBEN von Steven Black....

"Einfach mal Floaten

Kürzlich habe ich ein neuartige Erfahrung gemacht. Kennt ihr Salzwasser Tanks? Bestimmt hat der/die eine oder andere LeserIn bereits davon gehört, gelesen, oder es vielleicht selbst schon ausprobiert. Man nennt es auch Floating, Schwebebaden, oder Samadhi Tank Erfahrung.

Dabei liegt man in einer Spezialform von Badewanne, die, wie eine Art überdimensionierte Muschel geformt und von Lichteinfluss und Geräuschen abgeschirmt ist. In der “Muschel” ist etwa 30 cm tiefes, auf Körperwärme temperiertes Wasser, das mit Magnesiumsulfat, auch Bittersalz genannt, (zumindest da wo ich gewesen bin) gesättigt ist. Dadurch ist das Wasser so schwer, daß man absolut entspannt an der Oberfläche treiben kann.

Entstanden ist diese Idee vor etwa 60 Jahren. Der bekannte und amerikanische Neurologe, Gehirn – und Delphinforscher John C. Lilly beschäftigte sich mit der Frage, was in unserem Gehirn ”passiert, wenn nichts passiert” – wenn alle ablenkenden Umweltreize so gut als irgendwie möglich ausgeschaltet sind.

“Nachdem sich Lilly von Forschungsmethoden, die Daten mittels eingepflanzten Elektroden von Versuchstieren ermittelten distanzierte, konzentrierte er sich auf einen speziellen Bereich innerhalb der Gehirnforschung: die sensorische Deprivation oder auch Sinnesreizreduktion. Dr. Lilly erforschte am National Institute for Mental Health (NIMH) zunächst alle Aspekte der Sensorik in experimentellen Versuchsreihen: Lichteinwirkungen auf das Auge, Klangeinwirkungen auf das Ohr, Berührung, Druck und Temperatureinwirkung auf die Haut.

Bevor er mit dem ersten Floating-Tank arbeitete versuchte er eine versuchsrelevante Umgebung zu schaffen, indem er einfach eine dunkle und schallisolierte Kammer nutzte.

Es gelang dadurch zwar visuelle und auditive Signale auszuschalten, die Wirkung der Schwerkraft, Druckpunkte durch die Unterlage und Temperaturempfindungen gaben jedoch noch immer so viele Impulse an das Nervensystem ab, dass Lilly über neue Versuchsanordnungen nachdenken musste....."

weiter lesen unter.... "Einfach mal floaten"










Einen anderen Weg einschlagen....Allgemeines

Posted by Harmonie 22 Mar, 2015 09:27:12

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Auf meinen allerersten Kommentar in einem Blog folgten weitere, bei denen es um Bewusstsein, Verstand, einem Regenwurm und dem damit verbundenen Rangsystem der Menschen, Tiere und Pflanzen ging. Da ich mit meiner Überzeugung, dass man etwas gelebt haben muss, um es sich wirklich bewusst gemacht zu haben, von manchen belächelt wurde, möchte ich etwas dazu schreiben, von meiner eigenen erlebten Erfahrung. Erklärend dazu möchte ich sagen, dass ich mein Leben so ausrichte, mit unserer Umwelt, was Mensch, Tier und Pflanze einschließt, bewusster um zu gehen, sie zu achten und zu pflegen.

Wie in dem erwähnten Blog richtig gesagt wurde, lebt ein Großteil unserer Bevölkerung weniger in diesem Bewusstsein und benutzt z. B. auch das Auto für Wege, die man fast schneller zu Fuß erledigen kann. Das ist überhaupt nicht mein Weg und dazu gäbe es noch viel mehr Beispiele. Bei mir ging dieses Gefühl so weit, dies nicht mehr mit machen zu wollen, dass ich mich irgendwann entschloss, meiner inneren Stimme zu folgen und dies alles nicht mehr mit zu machen. Ich wollte etwas verändern, einen anderen Weg einschlagen und dem entgegen- steuern. Im Kleinen tat ich das schon, aber es hat einige Zeit gedauert, den Mut zu finden, dies im größeren Rahmen zu leben und nicht meiner Bequemlichkeit und auch Ängsten zu folgen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich zog einen Schlussstrich, kündigte meinen gut bezahlten Job, löste meine Wohnung auf und lebe nun mit meinem Mann und dem Sohn auf einem Berg in Südfrankreich, ähnlich der lieben Heidi und ihrem Großvater. ;-)

Wir leben größtenteils autark, sind nicht ans hiesige Stromnetz angeschlossen, sondern haben eine Solaranlage, haben keine Zentralheizung, sondern Holzöfen, was hier in Frankreich eher normal ist und betreiben einen kleinen Bio-Bauernhof. Unsere Idee ist die, so unbelastet und unbelastend, wie möglich zu leben – im Einklang mit der Natur. Natürlich geht das nicht vollends, denn auch wir haben z. B. ein Auto, aber wir versuchen es so wenig wie möglich zu benutzen und ziehen unsere E-Bikes vor, die kann man hinterher durch Sonnenenergie wieder aufladen, machen keine Abgase und man kann auch prima durch die Gegend düsen!

Unser Sohn, der nun fast 16 ist, hat z. B. kein Handy, was heutzutage ja eher ungewöhnlich ist, weil wir unabhängig von der krankmachenden Strahlung, es auch sehr ungesund empfinden im Entwickeln des Sozialverhaltens, der gegenseitigen Kommunikation und dem Umgang miteinander. Was die krankmachende Strahlung angeht umschließt das nicht nur uns, sondern auch andere Wesen, wie z. B. die Bienen, die für uns und auch unser Überleben sehr wichtig sind.

Auch haben wir keine normale Toilette, sondern ein Kompostklo. Dazu haben wir ein Buch im Internet entdeckt. Ich füge hier wieder einen Link ein, weil es noch viele interessante Bücher zu anderen Themen aus dieser Reihe gibt, die ich einfach toll finde, weil sie aus Eigenerfahrungen entstanden sind.

Zu unserer Familie dürfen wir – im Augenblick, denn die Zahl variiert ;-) – 9 Milchschafe, Hühner, 5 Katzen (sterilisiert/kastriert^^) und 2 Bienenvölker zählen, die wir alle artgerecht halten und biologisch ernähren. Selbst die Bienen müssen, wie in der Natur, selbst für ihr Zuhause arbeiten, da wir nach dem Prinzip der Bienenkiste arbeiten.

Warum ich weiß, dass nur gelebte Erfahrung, wirklich zu Bewusstsein führt? Weil ich mich schon immer für einen umweltbewussten Menschen gehalten, oder mich gefühlt habe, als würde ich Menschen vorurteilslos gegenüber treten, hätte wenig Ängste was das Leben, das Alter(n) etc. betrifft, aber was musste ich erfahren, als ich mich dem neuen Leben, ohne Ablenkung, wie z. B. das Leben ohne Fernsehen, Radio, Nachbarn, Freunde, etc. zuwandte? Das genaue Gegenteil! Durch diese Art von Leben fällt man gnadenlos auf sich selbst zurück und muss sich ganz neu finden. Klar, ich wusste vieles theoretisch und fand mich, wie oben erwähnt, schon gut auf dem Weg, stieß dann aber an meine eigenen Grenzen.

Zugute hielt ich mir selbst, dass ich es zumindest wahrgenommen hatte, noch nicht so weit zu sein, wie ich eigentlich glaubte. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, weiter an mir zu arbeiten.

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Ich stellte in vielen Dingen fest, wie verwöhnt ich war und das fing in so kleinen Dingen an wie dem, dass wir es heutzutage alle gewöhnt sind, morgens aufzustehen und uns eine wohlige Wärme umgibt, d. h. die Zimmer warm sind. Ich kann heute sagen, dass man viel dankbarer wird und Wärme wieder zu schätzen weiß, wenn man morgens erst mal den Ofen anwerfen muss, um die Eiseskälte im Winter zu vertreiben. Nach und nach spürt man, wie die Wärme einem an den Beinen hoch kriecht und alles mollig warm macht.

Ich stellte fest, dass auch ich, die ich mich fühlte, als hätte ich schon einen guten Teil meines Egos losgelassen, doch noch an vielem festhielt. Dies merkte ich z. B. ganz unspektakulär auf einem Markt. In Deutschland kennen wir unsere Alten immer sehr gepflegt, sie gehen zum Friseur, tragen ein Gebiss, haben adrette, saubere Kleidung an. Hier, wo die Menschen arm sind, erlebt man alte Menschen, die einem aus runzeligen Gesichtern anlächeln. Plötzlich stellt man fest, „Die haben ja gar keine Zähne mehr im Mund!“; man sieht nur 2 Eckzähne und die Gesichter gleichen denen, die man auf Witzkarten sieht. Was an sich eine bedeutende Aussage ist, dass wir heute Alter zu etwas Lächerlichem machen, anstatt uns auf die Naturvölker zu besinnen. In Naturvölkern waren die Alten die Weisen, die man um Rat fragte, die der Familie vorstanden! Welchen Platz gedenken wir unseren Alten heutzutage zu?

Als ich das erste Mal meinen Marktplatz neben einem bestimmten Mann einnahm, dachte ich ebenfalls bei mir: „Oh je, was mag das für einer sein…!?“ Es war vom Gefühl her noch nicht einmal so, dass ich es offen ließ, denn die Frage klingt ja auf den ersten Blick erst mal so. Das war sie aber nicht, denn in meinem Kopf landete er gleich in einer nicht so netten Schublade. Obwohl ich noch dachte, „Halt!! Stopp! Schau was Du da machst..!!?“, war er schon drinnen. Da ich aber schon mal bewusst wahrgenommen hatte, was ich da tat, achtete ich in Zukunft auf mein Gefühl und immer wenn mein Ego etwas sagen wollte, sagte ich „Halt den Mund!!“ und als ich so Woche für Woche neben eben diesem Mann auf meinem Marktplatz stand, fiel mir auf, wie herzlich er zu den Menschen war und ganz besonders zu Kindern. Er hat selbst viele Enkelkinder, die ihn auf dem Markt besuchen und ich war ganz begeistert, wie er mit ihnen umging. Er nahm sich Zeit – auch wenn er Kundschaft hatte und es fiel mir auf, dass er immer ein fröhliches Lied pfiff und jedem freundlich und lachend begegnete.

Vergleichbar ging es mir mit jungen Menschen hier. Die Deutsche in mir sagte sich so manches Mal…“Oh je, was habt ihr denn an und wie sieht denn Eure Frisur aus.” Dreadlocks waren bei mir schon immer negativ besetzt. Sofort war das Urteil in meinem Kopf: „Die können ja gar keine guten Eltern sein!!“ und was musste ich feststellen? Wieder das Gegenteil! Sie hatten wohlgenährte Kinder mit rosigen Wangen, die an einem Stück Möhre, anstatt an einem Keks knusperten. Die Kinder waren fröhlich und alle miteinander, als Familie, hatten eine wunderschöne, harmonische Ausstrahlung. Auch sah man die Eltern immer entspannt, sie kümmerten sich, hatten Zeit, oder nahmen sie sich. Hier ticken die Uhren irgendwie anders und das ist toll. Man sieht auf den Märkten, Alt und Jung mit einander reden, modisch gekleidete Menschen mit „Sackträgern“, es ist schön zu sehen, dass die Menschen hier nicht nach ihrem Äußeren bewertet werden, nach ihrem Job, nach Statussymbolen. Du wirst hier gemocht, für das wie und was Du bist, nicht was Du hast. Über die Jahre, hat auch das noch mehr auf mich abgefärbt und ich nehme mir heraus zu sagen, dass ich da wertfreier geworden bin. Sicher ich bin nicht vollkommen, aber ein großes Stück weiter.

So gibt es unzählige Anekdoten, meiner Erlebnisse, die ich erzählen könnte, aber das Schönste ist, wenn ich auf meinem Berg sitze. smiley
Ich gebe zu, ich kann nicht gut meditieren. Ich habe es mit Kerzenmeditation probiert, die ja gut für Einsteiger sein soll, aber ich bin mir nicht sicher, dass ich den Zustand erreiche, den alle beschreiben, mag aber auch sein, dass ich zu hohe Ansprüche an mich selbst stelle.

Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass ich, wenn ich in der Natur sitze, ganz allein, die Sonne auf dem Gesicht spüre und die Augen schließe, ich in einen Zustand gerate, den ich meditativ nenne. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich aus meinem Körper trete, wie es so viele beschreiben, bei mir fühlt es sich so an, als hätte ich dann keinen Körper mehr. Ich bin einfach. Ich verschmelze mit all dem, was meine Sinne wahrnehmen, den Vögeln, der Sonne, dem Wind, dem Boden auf dem ich sitze, einfach allem. Ich bin in dem Moment ein Teil all dessen. Gleichzeitig macht sich ein Gefühl des vollkommenen Glücks und Freude in mir breit. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Wenn ich im Nachhinein dann wieder meinen Verstand gebrauche, denn wie wir uns ja in etwa einig waren, benutzen wir den um zu vergleichen und zu analysieren, muss ich sagen, ich habe mich weder überlegen gefühlt, noch den anderen Dingen über geordnet. Weder der Pflanze, noch dem Vogel oder sonst etwas. Somit komme ich zurück auf den Regenwurm, der meiner Meinung nach so sträflich unverkannt wurde in meinem Debut. Man mag recht haben, wenn man sagt, dass der Regenwurm recht einfach „gestrickt“ ist und nur, ein geringes Bewusstsein hat und sicherlich folgt er nur seinem Programm, aber er tut das zumindest ziemlich gut. Wenn ich die Menschheit so betrachte, stelle ich fest, dass viele auch nur einem Programm folgen, welches oftmals sehr destruktiv erscheint. In diesem Blog wurde gesagt, wir sind die übergeordneten Wesen mit dem größeren Bewusstsein, dann frage ich mich ernsthaft, wo wenden wir das an? Verletze einen Regenwurm, oder teile ein Stück von ihm ab und er kann sich selbst regenerieren, selbst heilen. Wir Menschen sollen, nach Meinung erleuchteter Meister, auch fähig dazu sein, aber wer ist sich dessen noch bewusst und kann das? Nur wenige! Der Regenwurm hinterlässt, ganz nach seiner Bestimmung, jeden Tag fruchtbaren Boden. Wer von uns überaus bewussten Menschen hinterlässt denn täglich „fruchtbaren Boden“ für die Allgemeinheit? Damit meine ich nicht Boden im Sinne von Erde und erwarte vom Menschen, dass er seinen Garten mit seinem Kiefer umpflügt, sondern, dass er entsprechend seiner Möglichkeiten, versucht durch Denken und Handeln im Einklang mit der Natur zu leben!

Je älter ein Regenwurm wird, desto wertvoller wird er für die Umwelt. Er kann in viel tiefere Schichten vordringen und sogar Gesteinsschichten nach und nach umwandeln. Insofern leistet der Regenwurm effektive Transformationsarbeit. Welcher Mensch kann das heute von sich behaupten?

Seit ich so nah in und mit der Natur lebe, bin ich „klein“, demütig geworden und ganz vorsichtig mit dem Gefühl, dass ich, als Mensch eine übergeordnete Rolle inne habe, etwas Größeres, Wichtigeres bin. Und wenn ich die Welt so betrachte, wie wir mit ihr und all dem, was auf ihr weilt umgehen mit unserem großen, „überlegenen“ Bewusstsein, dann bestätigt mich das nur. Auf unserem biologischen Hof ist mir sogar schon mal ein Riesenregenwurm begegnet, ganze 80 cm lang. Wer Interesse daran hat ihn und unser Leben in Bildern zu sehen, kann gerne unsere Homepage ( www.steinnest.de ) besuchen.

Wenn man so lange in einem normalen Beruf steckte wie ich, ist es erst mal gewöhnungsbedürftig, auf einmal einen Tag vor sich zu haben, den man selbst mit Aufgaben füllen muss. Eine Zeit lang ist das toll und wie Urlaub, aber irgendwann fängt das Ego und das Arbeitstier in einem an zu rebellieren – zumindest war es bei mir so. So fragte ich mich irgendwann an meinem Sonnenplatz....
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„Was willst Du tun? Was hältst Du für sinnvoll in Deinem Leben? Was willst Du verändern?“ etc.

Die Antwort kam ziemlich schnell aus mir heraus, ich wollte auch anderen Menschen diese Erfahrungen ermöglichen, wenn auch nur für eine kurze Zeit, in der Hoffnung, dass es sie an unseren Ursprung erinnert und verändert. So entstand die Idee, mit einer Ferienhausvermietung zu beginnen. Da mein Mann schon länger so abgeschieden auf diesem Berg lebt, hat das Leben hier ihn noch mehr verändert und auch ihm ist es ein Anliegen, seine Erfahrungen und Erkenntnisse weiter zu geben. Mit viel Liebe und Arbeit renovierten wir ein Holzhaus und einen Campingwagen und schafften die Möglichkeit, dass Menschen, die die Natur genauso lieben und schätzen wie wir, die Natur in ihrer ursprünglichen Form (wieder) kennen lernen können.

Besonders für Kinder halten wir es für wichtig, denn Studien, die besagen, dass Kindergartenkinder schon gar nicht mehr auf einem Bein hüpfen können, weder vorwärts noch rückwärts, oder wenn man sie fragt: „Wo kommt denn die Milch her?“, als Antwort nur wissen „Aus dem Regal im Supermarkt!“ finden wir sehr bedenklich und gruselig.

So kann ich aus eigener Erfahrung, der Beobachtung und dem Austausch mit anderen Menschen sagen, dass niemand aus einem Buch Weisheit und Erfahrung erlangen wird! Man kann noch so viele Bücher lesen, ohne die gelebte Erfahrung dahinter bedeutet das nichts! Man kann sich schlaue Texte um die Ohren werfen, mit Meinungen argumentieren, man kann ein Gefühl über gelesene Texte haben, wie es wohl rein theoretisch sein wird zu leben, wie etwas zusammen hängt, etc., aber es wird nie eine Erfahrung dahinter stecken, nur die Vorstellung von dem, was es sein könnte.

Licht und Leben

Eure Harmonie





Besuch auf den SeychellenReisen

Posted by Aaron 20 Mar, 2015 15:45:04

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Fahrt zum Flughafen, Gepäck abgeben, durch die Sicherheitskontrolle und dann ab in den Flieger. So sollte der Urlaub beginnen... aber es geht auch anders!
STREIK! Ein so kurzes kleines Wort kann den ersten Tag in ein kleines Abenteuer verwandeln.
Schon bei Ankunft am Fernbahnhof Frankfurt riesige Schlangen an den Automaten. Menschenmassen auf der Flucht aus dem Flughafen. Nach einem erfolglosen Versuch mein Gepäck am AirRail Terminal abzugeben schlendere ich zum Terminal 1.
Die Menschenmengen werden größer, die Luft stickiger und ich fange in meinen Klamotten an zu schwitzen - bin ich schon in den Tropen? Nein, ganz sicher nicht - keine Palmen und abgesehen von der Gruppe Chinesen in grell grünen Hemden überhaupt kein grün.
Eine kalte Stimme aus einem versteckten Lautsprecher begrüßt mich, bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Na gut mit der Hitze und der schlechten Luft komme ich klar, auch mit dem fehlenden Grün, aber bestimmt nicht mit der Aussicht, dass ich meinen Flieger heute nicht erreichen werde,
weil es keinerlei Sicherheitskontrollen für die Fluggäste mehr gibt. Wir sollen uns doch bitte an unsere Fluggesellschaften wenden.
Ratlos stehen die Menschen in endlos langen Schlangen vor den Lufthansa Schaltern. Die stickige Luft macht uns alle träge und lethargisch.
Nun gut ich werde mal bei Condor vorbeischauen, denn schließlich hat die nette Frau auf der Hotline gesagt ich solle ruhig zum Flughafen anreisen und am besten so früh wie möglich.
Puh ein Glück stehen bei Condor weniger Menschen und so bekomme ich bald eine Info - es sieht wirklich schlecht aus, aber ein Hoffnungsschimmer bleibt: sie wollen versuchen wenigstens den Seychellenflug mit Menschen zu füllen.
Ich denke auch dabei stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund denn ansonsten müssten Sie 300 Menschen ein Hotel und einen anderen Flug bei einer anderen Airline bezahlen und das wird so kurzfristig schwierig und kostspielig.
Wie dem auch sei noch ist nichts entschieden. Ich suche mir einen netten Platz an der Wand, lehne ich mich an meinen Rucksack und schaue dem Schauspiel zu. Heute hat niemand etwas dagegen, dass viele auf dem Boden kampieren.
Was so ein Streik doch auch Positives bringt. Kurze Zeit später rennen die Streikenden mit ihren Fahnen und Plakaten durch die Halle. Sie werden ohrenbetäubend ausgebuht von der Menge.
Alles hat nun einmal zwei Seiten und ich vermute, dass das Image der Gewerkschaft heute sehr gelitten hat.
Nach einer weiteren Stunde tut sich etwas am Schalter. Anscheinend ist eine Entscheidung gefallen. Die Freude und Erleichterung ist groß als verkündet wird, dass sie uns irgendwie zum Flieger bringen werden.
Wir geben das Gepäck ab und werden in kleinen Gruppen durch ein Labyrinth aus Gängen zu einem VIP Bereich geführt, wo uns eine kleine Sicherheitskontrolle erwartet.
Den VIPs ist unsere Horde nicht gerade angenehm. Sie sitzen in hellbraunen Ledersesseln und schauen uns ganz perplex an und vergessen ganz an ihren Snacks zu knabbern.
Hinter der Kontrolle geht es im Bus ein Stück bis zu einem Eingang, der uns in den weitläufigen Bereich bei den Gates bringt.
Dort ist es sehr leer, die Geschäfte ohne Käufer und die Restaurants könnten die Stühle auf die Tische stellen.
Außer den VIPs, die anscheinend dem Streik entgehen, und uns ist niemand da.
Nun ist es fast geschafft das Gate öffnet sich und in nur 30min sind wir alle durch und steigen in die wartenden Busse zum Flugzeug.
An Bord angekommen ist fast das ganze Flugzeug gefüllt. Nur 70 Menschen fehlen, die es wohl nicht geschafft haben, oder vorher schon aufgegeben haben.
Der Kapitän eröffnet uns dann noch, dass wir das einzige Flugzeug an dem Tag waren, dass einigermaßen gefüllt losgelogen ist. Grandios!

9h schwirren wir durch den Nachthimmel und dösen alle vor uns hin - okay abgesehen von dem schreienden Baby einige Reihen weiter vorne. Da hilft nur der Mp3 Player mit Mozart.
Der Flug ist sehr ruhig und kaum eingeschlafen gibt es schon Frühstück. Ein Brötchen mit Marmelade oder wahlweise irgendetwas anderes was wohl Wurst darstellen soll. Ich entscheide mich gegen die "Kadaver"
und esse nur die Marmelade. Anschließend gibt es noch einen Joghurt. Dann kommt auch schon die waghalsige Landung. Der Pilot manövriert uns durch die Felsen vor der Landebahn und trifft dann sogar den schmalen Asphaltstreifen,
der auch in ganzer Länge für das Abbremsen aus 250kmh gebraucht wird.
Unendliche Passkontrollen folgen, aber nun bin ich da! Palmen, Strand und Sonne - Seychellen ich bin DA!


Tag 1

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Der Flughafen liegt hinter mir und vor mir breitet sich die üppige grüne Inselwelt aus. Nun heißt es zügig den Shuttle zum Hafen ausfindig machen.
In Reih und Glied stehen 18 kleine Busse, aber nichts deutet darauf hin, wohin oder sie ob überhaupt fahren. Nach 2 Gesprächen mit Einheimischen in gebrochenem Englisch bin ich schlauer
und stelle mich zu einer laut schnatternen Schar deutscher Touristen. Irgendwie wirken sie fehl am Platze und nehmen doch viel Raum ein. Ich stelle mir vor wie sie sich bald zufrieden in ihren Sonnenliegen am Pool
räckeln werden.
Nach einiger Zeit kommen drei vergnügte junge Männer herbei und werfen mit viel Spaß unser ganzes Gepäck auf den Dachgepäckträger. Ich bete, dass meine nur an den Rucksack angebundenen Wanderschuhe,
während der Fahrt nicht abfallen.

Blog imageEs geht in zügigen Tempo auf der "falschen Seite" der Straße zum Hafen. Auf den Seychellen herrscht Linksverkehr - vielleicht hätte ich doch lieber kein Auto mieten sollen!? Egal es wird schon klappen und Vollkasko versichert ist es auch.
Am Hafen angekommen beginnt das Kofferwerfspiel von neuem nur das sie diesmal von oben nach unten geschmissen werden, was der Geschwindigkeit und wie es scheint auch dem Spaß an der Sache zugute kommt.
Check In bei der Fähre und wieder das Gepäck aufgeben. Immerhin ist noch über eine Stunde Zeit, die nutze um die Umgebung ein wenig zu erforschen.
Die Insel strahlt sogar hier in der Hauptstadt eine tiefe Ruhe aus. Die Farben sind eindrucksvoll, das Blau des Himmels, die bunten Häuser und der türkisblau schimmernde Ozean.
Die warme Luft umschmeichelt die Haut und am liebsten würde ich im Adamskostüm durch die Straßen wandern. Leider lässt das Schamgefühl der Einwohner dies nicht zu. Wovor schämen sie sich eigentlich?
Ich vermute es geht ums Religiöse, oder wenn man tiefer schaut könnte es auch darum gehen die Kluft zwischen den Geschlechtern so groß wie möglich zu behalten,
denn nur dann lässt sich damit eine Menge Geld verdienen und macht ausüben. Das ultimative Motiv für alles was uns von unserer Natur entfremdet.
Einige Besorgungen später sitze ich auf der Fähre, die sogleich mit 70km/h durchs Meer pflügt. Natürlich nicht ohne auch kräftig zu schaukeln, zu springen und zu hüpfen.
Zum Glück sitze ich auf dem Oberdeck und kann meinen Blick an den Inseln festkrallen, so dass es mir diesmal erspart bleibt nach einer Tüte zu fragen.
1h später sind wir auf Praslin und dort wird umgestiegen. Das Gepäck wird auf den Hafenkai bugsiert und jeder kramt und wühlt bis er seins hat. Der Grabbeltisch von Woolworth lässt grüßen.
Dann folgen noch 15min Fahrt durch seichtes Gewässer und mit moderaten Geschwindigkeiten.
Mein erstes Uraubsdomizil liegt vor mir: La Dique - die kleinste der drei Inseln.


Hier bitte weiterlesen...



Gedanken in der GroßstadtGedanken und Gedichte

Posted by Aaron 20 Mar, 2015 09:11:03

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Häuserdächer, Schornsteine schwarz vom Ruß und Qualm
Straßen voller Autos, nirgends ein grüner Halm
Menschen drängeln sich durch enge Gassen,
und man sieht ihnen an, wie sehr sie es hassen.
So laufen sie umher und versuchen ES zu finden,
hören nicht auf sich durch die Straßen zu winden
In den Geschäften wird gestöbert und gesucht,
oder im Reisebüro der nächste Urlaub gebucht.
Im Kaufhaus wird der letzte Plunder gekauft,
oder bei einer Tasse Tee im Café verschnauft.
Abends dann mit der Beute im Gepäck,
erschöpft und ohne Kraft der große Schreck:
Wieder ein Tag vergangen und doch keine Freude gefunden,
der Rücken schmerzt und die Füße sind zerschunden.
Schnell in die Wohnung und ein wenig Ruhe,
später treibt die Einsamkeit die Füße wieder in die Schuhe.
Auf ins Kino oder in die Kneipe ; voller Lebenslust
aber ist darunter nicht nur der Frust?
Angekommen - viele Menschen mit Gesichtern ohne Glanz
Bewegung, aber kein lebendiger Tanz
Gespräche in der Sinnlosigkeit, ist das das Leben?
Jeder will es haben, doch keiner etwas dafür geben.
Der Alkohol fließt in großen Mengen,
so läßt sich alles für eine Zeit verdrängen.
Enttäuschung über die vergangene Zeit.
In jungen Jahren wußte die Seele und war bereit
Bereit ihre Träume zu erleben
und für diese sich ganz hinzugeben
Jetzt beherrscht die Angst das Denken
Niemand ist mehr bereit sich zu verschenken
Dem Leben zu vertrauen und sich seine Träume aufzubauen.

DankbarkeitGedanken und Gedichte

Posted by Aaron 20 Mar, 2015 08:45:43

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Es ist früh am Morgen das Leben erwacht.
Ein Gefühl von Frieden durchdringt mich
und ich weiß das alles in der Welt seinen Platz hat.
Alles Lebendige hat seinen Ton,
und ich spüre die Musik der Einheit über allem schweben.
Tief von Dankbarkeit erfüllt lausche ich.

Gedanken kommen und gehen,
ziehen vorbei wie gute Freunde.
Ich nehme sie wahr, begleite sie ein Stück
und lasse sie ziehen auf ihren Wegen.
Doch ein Gefühl von Dankbarkeit bleibt für jede Begegnung,
erfüllt mit Liebe und Verstehen.

Einen Gedanken wähle ich am Morgen,
jeden Morgen einen, halte ihn in meinem Geist
und lasse ihn zu einer Perle reifen.
Einer Perle der Erkenntnis in meiner Seele.
Am Abend bleibt ein erfüllter Tag zurück
und ein Gefühl von Dankbarkeit für ein erfülltes Leben.



Leben für die SicherheitGedanken und Gedichte

Posted by Aaron 20 Mar, 2015 08:18:36

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Suchend streifst Du durch die Welt,
nach Sicherheit strebend, nach Beständigkeit suchend.
Doch Veränderung lauert überall, wo sind die guten alten Zeiten?
Wohin willst Du gehen, jede Bewegung bedeutet Gefahr.
Was ist es wovor Du dich so fürchtest?
Die Gier nach Anerkennung treibt Dich,
Du willst wissen wer Du bist.
Zu einfach ist die Wahrheit , Du erkennst sie nicht.
Vergessen müßtest Du, was Du gelernt, loslassen die Illusion der Trennung.
Deine Werte: kleinlich und bedeutungslos sind sie im Spiegel der Ewigkeit
und eine tiefe Angst vor dem Unbekannten beherrscht dein Denken.
So ziehst Du durchs Leben, nur an der Oberfläche kratzend,
doch in der Tiefe bleibt alles matt und grau.
dein Blick ist verschleiert, dein Gehör bleibt stumpf,
nur dein Ego erblüht in seinem kurzen Traum.
Die weite Welt bleibt Dir verschlossen,
Du kennst sie nicht, hast sie nie gesehen.
Am Ende bleibt eine bleierne Zufriedenheit in Dir zurück
und eine Sehnsucht tief im Herzen: Wo ist das Licht?

Stille über dem SeeGedanken und Gedichte

Posted by Aaron 20 Mar, 2015 07:33:45

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Stille liegt über dem See und die Nacht senkt sich herab.
Am Ufer zwischen Schilf und Gras,
sitze ich, allein, unter einer alten Weide.
Ein leises Rascheln, der Wind, der sanft durch die Halme streift.
Sonst nichts, Stille und ein tiefes Verlangen eins zu sein mit diesem Ort.
Schweigen und Warten und der Kopf wird leer, mein Körper erlebt einen tiefen Frieden.
Das Schilf glänzt im fahlen Mondlicht
Tausend Sterne leuchten, uns zu sagen: wir sind nicht allein.
Verbunden durch das Netz der Liebe ist alles eins.
Stund um Stund vergehen,
Stille liegt über dem See und alles wartet auf das Licht.

Warum dieser Blog?Über diesen Blog

Posted by Harmonie 18 Mar, 2015 10:49:30

Warum neue Wege gehen?

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Vor ein paar Tagen haben mich 3 Mädels inspiriert, diesen Blog ins Leben zu rufen. Er soll etwas anders sein als die, von denen es meiner Meinung nach schon so viele gibt, ohne sie hier schmälern zu wollen. Größtenteils befassen sie sich mit Thesen, Büchern, Gelesenem und Meinungen, aber es fehlen welche, die nur von Erlebtem berichten.

Mein Opa hat immer gesagt…“Wer einmal Krieg erlebt hat, der wird alles daran tun, einen weiteren zu vermeiden..!! Man kann einen Anti-Kriegsfilm schauen und er wird Dich sicher berühren und sein Ziel erreichen und Dich hoffentlich schrecken, aber nur theoretisch. Hast Du je im Krieg gestanden, dann weißt Du wir er sich wirklich anfühlt und wirst ALLES daran setzen, dass so etwas nicht noch einmal passiert…!!”

Diese Generation stirbt aus und damit auch ihre Erfahrungen und Geschichten.
Es muss gar nicht so „spektakulär“ sein, wie z. B. der erwähnte Krieg. Das Leben an sich bietet schon genug. Erzählt von Euren Wahrnehmungen in der S-Bahn, dass jeder nur noch auf sein Handy schaut und Eurem Gefühl dazu, oder wie das Leben in Eurer Kindheit schmeckte, oder dem Wahrnehmen unserer Überfluss- und Wegwerfgesell-schaft, von erster Liebe, Tod, Verlust, Familie, Kindern, Krankheit, Angst, Freude, Glück, etc. was auch immer ihr erlebt habt auf Eurem Weg und bereit seid mit uns allen zu teilen, welche Erkenntnisse Ihr gewonnen habt und für erzählenswert haltet, schreibt es hier nieder.

Wir bitten darum, den Menschen hinter den Geschichten, respektvoll zu begegnen und niemanden zu verurteilen. Wir haben nicht das Leben des Anderen gelebt, also wie wollen wir über seine Erfahrung urteilen?
Ein schönes Indianisches Sprichwort dazu sagt...

"Bevor du einen Menschen beurteilst, gehe drei Monde in seinen Mokassins."

und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob 3 Monde reichen! ;-)

Bitte bezieht Euch in unserem Blog nur auf wirklich erlebte Erfahrungen, andernfalls werden wir diese wieder löschen.

Wir wollen Jung und Alt dazu einladen mit uns ihre eigens erlebten Erfahrungen zu teilen und zu einer Bereicherung für alle beizutragen…

Auf das Leben
Harmonie und Aaron